Spex Grant Hart feature, 1990

Part 1/4

This lengthy piece on Grant Hart in the German music magazine Spex was published after the release of Intolerance, sometime in 1990.

[Note: I can probably count on my fingers all the German words I know (but only if allowed to count in English). This not only made proofreading difficult, but also made it all but impossible for me to interpolate smudged print near the tops and bottoms of the badly photocopied pages of the article. No doubt, as a consequence, I have invented a few new German words, and apologize to German readers for mangling their language.]
Lasse Dich gehen! Umarme Deinen Bassisten!

GRANT HART
Der Drummer spielt nicht mehr drums, sondern nahm die lockerste, schönste, leichteste Songwriter-Platte des Jahres auf. Im gespräch mit Jutta Koether redet der andere Chef von Hüsker Dü über Gesten, Gitarren, Orgeln, Sex, Kinder, Drogen, Burroughs, Leslie-Verkstärker, non-funktionale Schlüssbretter und Intoleranz.
Da stand es geschrieben. Amerikanische Wissenschaftler hatten am Freitagmorgen herausgefunden, daß es wirklich das gesündeste wäre und einen der Herzinfarkt NICHT ereile, wenn man auf seine Gelüste hören und ihnen teilweise nachtgeben würde. Also Alkohol, Drogen, Sex statt Straightedge? Nein, es war nicht alles falsch gewesen? Meir Üppigkeit, mehr froheit, mehr Party und Mehr Grant Hart! Nun, alles kan im richtigen Moment zusammen:
FROM MORNING TO
NIGHT! EVERYDAY EVERY-
DAY
Am Freitagabend sah ich ein Konzert von Grant Hart begleitung (die Berliner Band Strangemen plus Beckmann, einst Bassist bei den Rainbirds), und die Wissenschaftler wurden bestätigt. Ich überwätigt vom "Tun Sie, was Ihnen Spaß macht". Gehört hatte man schon aus Berlin: G. H. trat auf mit einer MacDonalds-Krone* und Pfunden von Bananen in den Jackettaschen. Also einer, der in jeder Lage sich zu helfen weiß! Und sensibelstens auf die Lage der Nation reagierte! Die Bananen-Marken-Sticker kleben noch auf seinem Jackett. In Köln, am Beginn des Konzert noch vor recht wenigen Zuschauern, zwang er diese zu herzlichen Umarmungen
Nachbarn, Zwischenfällen (Krakeeler im Publikum), liebten wir ihn alle und uns alle dazu. Es war eine üppige, herzliche, herbe Angelegenheit, von bewußtem Sich-Gehenlassen, ohne gans aus der Kontrolle zu geraten. Manchmal etwas zerfahren, manchmal plötzlich und unvorhersehbar die Stimmungend wechselnd. Musikalische Synthese von einem Mann, der das Nichts-Zu-Verlieren-Haben höchstpersönlich verkörpert ,ohne eine einzige Spur Bitterkeit, im Gegenteil, mit Freude und noch mehr Umarmungen.
ALL FOR LIFE
Herze Deinen Bassisten, und alles wird gut. Hab an allem erst einmal die Freude, laß etwas Seele-Musik sprudeln, und mach erst dann soviel wie möglich wieder davon zu verteilen. Natürlich ist Grant Hart auf der Bühne Gott, eine Rührender, besonders dann, wenn er sein Schöpfen und Verteilen, sein Crooning und trockenes Singen und seine Erzählungen mit vielen kleinen mimetischen Handbewegungen "bespricht". Das is fast HipHop-Song-Darstellung: am Schuß die Hand zur Pistole geformt in den Mund gesteckt und noch einmal die Augen ganz wert aufgennsen

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*More likely Burger King.